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Ideen für die Ortsmitte Buch

Informationsabend Zwei Mehrfamilienhäuser, ein Pflegeheim und die Sanierung der Wettegasse:

Gleich mehrere Projekte sollen im Rainauer Teilort verwirklicht werden. Im Dorfhaus wurden sie vorgestellt. Von Katharina Scholz

Rund 80 Interessierte sind zum Informationsabend ins Dorfhaus Buch gekommen. Ein neuer Raum, der kürzlich für die Gemeinschaft im Ort entstanden ist. „Um das Dorfhaus herum darf sich auch etwas entwickeln“, sagte Bürgermeister Christoph Konle. Eines der Projekte, das an diesem Abend vorgestellt wird, soll in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen: zwei Mehrfamilienhäuser am Strütbach.

Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass die Wohnungen interessant sind für Paare, dessen Kinder ausgezogen sind und denen das Haus zu groß geworden ist. „Oder für ein junges Paar, das zunächst zusammenziehen möchte, bevor es ein Haus baut“, sagte Bürgermeister Konle. 

Zwei Mehrfamilienhäuser in den Weiherwiesen Architekt Dieter Garber vom gleichnamigen Büro in Hüttlingen stellte das Projekt vor. Zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen entstehen ihm zufolge. Eine Tiefgarage verbindet die beiden Baukörper. „Der Standort in der Ortsmitte ist deal“, sagte der Architekt. Alle Energieeffizienzwerte würden eingehalten, geheizt werde mit Pellets, was die Nebenkosten senke. Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein.

Laut Dieter Garber führt die VR-Bank bereits Gespräche mit Interessenten. Nach den Preisen gefragt, erläuterte Jürgen Busse von der VRBank, dass Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen zwischen 75 und 115 Quadratmeter verfügbarseien. Kleinere Wohnungen gebe es ab 209 000 Euro, ein sogenanntes Penthouse mit Dachterrasse koste bis zu 357 000 Euro. Pflegeheim mit betreuten Wohngemeinschaften.

Eine mögliche Idee für die Zukunft der ehemaligen Hofstelle Deis, ebenfalls in der Bucher Ortsmitte, stellte anschließend Heinz Barth vor. Er ist Geschäftsführer der Firma Immotec aus Offenbach, die die Gemeinde beim Entwicklungskonzept Rainau 2030 unterstützt. Er stellte Pläne für ein Pflegeheim vor. Aktuell bestehe in der Gesamtgemeinde ein Bedarf an 31 stationären Pflegeplätzen, 2030 würden bereits 44 Plätze benötigt.

Die verschiedenen Varianten in der ersten Konzeptstudie der Firma Immotec schließen aber nicht nur stationäre Pflegeplätze ein, sondern auch Kurzzeitpflegeplätze und betreutes Wohnen. Bürgermeister Christoph Konle machte die Variante als seinen Favorit aus, bei der die Senioren in sogenannten ambulant betreuten Wohngemeinschaften zusammenleben. Diese Form der Betreuung ist Heinz Barth zufolge sehr nah an der stationären Pflege. Trotzdem soll für die Senioren ein gewisses Maß an Selbstbestimmung möglich sein. Zuvor hatte der Bürgermeister betont, dass es sich bei dem Vorschlag zur Entwicklung der ehemaligen Hofstelle Deis bislang nur um eine Idee handle.

Voraussetzung sie zu realisieren sei, einen Träger zu finden und Interesse aus der Bevölkerung. Dazu sagte Heinz Barth, dass mit 14 Betreibern Kontakt aufgenommen worden sei, mit fünf seien Gespräche geführt worden und zwei Träger hätten Interesse gezeigt. „Ich bin verhalten optimistisch“, sagte Heinz Barth. Nicht ganz so verhalten zeigte sich der Bürgermeister. „Das bekommen wir hin in Rainau“, sagte Christoph Konle. Dritter Bauabschnitt der Sanierung der Wettegasse Noch ein weiterer Punkt wird in Buch angegangen: die Sanierung der Wettegasse. Bauingenieurin Manuela Bergdolt vom Ellwanger Büro Stadtlandingenieure stellte die Pläne für den dritten Bauabschnitt vor. Ihr zufolge wird die Straße von der Brücke über den Ahlbach bis zum Ende der Bebauung soll die Straße im Vollausbau saniert. Das schließt die Erneuerung der Fahrbahn und einen neuen einseitigen Gehweg ein. Zudem werden Mischwasser- und Regenwasserkanäle und Wasserleitungen erneuert. Der Straßenabschnitt von der Bebauung bis zur Bahnunterführung soll im Teilausbau saniert werden. Gebaut wird vom März bis Oktober 2018.
(Quelle: Schwäpo)